Ein Besuch in Irland

Auf acht Pfoten durch Irland – die Brüder M & M auf großer Reise

Eine Reisebericht von Stephan Grönefeld

Hallo! Mein Name ist Merry Dancers‘ Mighty Morton. Ich durfte im Mai mit meiner Familie auf eine große Reise gehen. Ziel war ein Besuch bei meinem Bruder Merry Dancers‘ Mister Grover (Grobi), der mittlerweile in der Nähe von Dublin in Irland, wo ich ja auch irgendwie herkomme, wohnt. Um zu meinem Bruder Grobi zu gelangen, haben wir in zwei Tagen sechs Länder durchreist. Über die Niederlande, Belgien und Frankreich gelangten wir zunächst nach England, wo wir in London Station machten. London ist eine absolut aufregende Stadt und wir haben ein hundefreundliches Hotel im Stadtteil Greenwich bezogen. Von dort waren es nur ein paar Meter bis zum Greenwich Park, in dem Hunde fast überall ohne Leine toben und spielen dürfen.

Nach einer ausgiebigen Erkundung dieses „Royal Parks“ haben wir noch eine Bootsfahrt auf der Themse unternommen, um vom Wasser aus einige Sehenswürdigkeiten zu sehen.


Am nächsten Tag ging es von London nach Wales, wo wir von Holyhead die Fährüberfahrt nach Dublin angetreten haben. Vom Hafen in Dublin waren es nur rund 45 Minuten Fahrt bis wir Grobi und seine Familie ganz spät am Abend erreicht hatten. Am nächsten Morgen wurde mir die Kernaufgabe meines Urlaubs erst richtig bewusst.
Grobis Familie fuhr zum Flughafen und ich habe schnell begriffen, dass es mein Auftrag für die kommenden 10 Tage sein wird, auf meinen Bruder aufzupassen. So eine wichtige Aufgabe hatte ich noch nie bekommen.
Um Grobi den Abschied ein bisschen einfacher zu machen besuchten wir erst einmal alle Orte in der näheren Umgebung, damit Grobi wusste dass wir alles tun werden, was ihm Spaß macht.

Wir besuchten den Strand von Brittas Bay südlich von Dublin und haben lange Zeit am Wasser getobt. Wir waren ganz oft in Castletown, das größte Landhaus Irlands mit einem riesigen Park, wo wir sogar ohne Leine gelaufen sind. In dem dort angeschlossenen Cafe haben Grobi und ich in den Pausen des öfteren brav auf Frauchen und Herrchen gewartet – das Menschenessen scheint super gewesen zu sein. Auch Dublin haben wir für Shopping und Sightseeing an zwei Tagen unsicher gemacht.
Besondere Momente waren aber ganz klar unsere tollen Wanderungen durch die unglaubliche Landschaft Irlands. Die erste Wanderung führte uns nach Laragh von wo aus wir unsere ersten 17,8 Kilometer in den Wicklow Montains wanderten.

Grundsätzlich muss man in Irland wissen, dass fast alle Menschen sehr hundefreundlich sind. Wir zwei Irish Terrier zogen die irischen Zweibeiner an wie Magnete. Das lag aber eher nicht daran, dass sie sich so über Irish Terrier freuten, sie kennen unsere Rasse in der Regel nicht! So war es im Nachhinein auch wenig verwunderlich, dass wir gefühlt die einzigen Irish Terrier auf der grünen Insel waren.

Die Hundefreundlichkeit der Iren hat jedoch auch sehr strikte Grenzen. In Restaurants, Cafés oder auch in Geschäften sind Hunde normalerweise nicht gestattet. Auch Fahrten mit Bus oder Bahn sind auf vier Pfoten nicht möglich. Mit diesem Umstand haben wir uns jedoch sehr schnell arrangiert und Grobi und ich sind sowieso eher dazu berufen die Weite der Natur zu erkunden.

Um unserem Entdeckungsdrang gerecht zu werden, haben wir den Großraum Dublin verlassen und sind in den Südwesten Irlands gefahren, um den Ring of Kerry zu erkunden. Hundefreundliche Hotels in Irland zu finden ist grundsätzlich kein Problem. Ob auch zwei Hunde erlaubt sind, sollte man vorher jedoch unbedingt erfragen. Eine Umbuchung später, haben wir ein tolles Apartment in einem kleinen Cottage zwischen Castlecove und Caherdaniel am Ring of Kerry gefunden.

Am Ring of Kerry gibt es unzählige Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen oder lustige Strandbesuche am Atlantik. Wir haben uns für eine Kombination aus beidem entschieden und so führte uns unsere rund 10 Kilometer lange Wanderung die ersten 2 Kilometer am Strand entlang.

Im weiteren Verlauf unserer Reise blieben wir dem County Kerry im Westen der grünen Insel treu, orientierten uns aber ein Stückchen weiter in Richtung Westen, um den Inch Beach zu besuchen. Es stand keine geplante Wanderung auf dem Programm. Wir wollten einfach nur ein wenig am Strand die Seele baumeln lassen. Womit wir im Vorfeld nicht gerechnet hatten war das tolle Wetter während unserer 10 Irland-Tage.

Wir waren auf alle möglichen Formen von Niederschlag und Wind von allen Seiten eingerichtet. Sonnenschutz und sommerliche Kleidung gehörten jedoch nicht zur Ausstattung der Zweibeiner. Vom Inch Beach ging es zurück in Grobis Zuhause nach Celbridge vor den Toren der Hauptstadt. Für unseren letzten Tag haben wir uns noch einmal einen Ausflug in die Wicklow Mountains, genauer genommen nach Glendalough, vorgenommen. Hier erwanderten wir den Lower und den Upper Lake.

Am Abend dieses letzten Tages haben wir Grobis Zweibeiner wieder vom Flughafen abgeholt und uns gegenseitig über unsere Urlaubseindrücke vorgeschwärmt. Am darauf folgenden Tag hieß es Abschied nehmen und mit einem erneuten Zwischenstop in London, der die Reisestrapazen auf ein sehr erträgliches Maß reduziert, ging es zurück in die Heimat. Meine Aufgabe auf Grobi aufzupassen scheine ich sehr gut erfüllt zu haben, Grobi wird mich in diesem Sommer wieder in Deutschland besuchen und für uns steht fest, dass wir definitiv noch einmal nach Irland reisen werden, da es noch so viel mehr zu entdecken gibt. Wenn ich darf berichte ich euch dann gerne wieder von unseren Abenteuern.


Wir bedanken uns herzlich beim Autor des Reiseberichts Stephan Grönefeld für die Story und tollen Bilder.

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